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Modell der 18 Grundmotive


Diese 18 Lebensmotive stellen dabei die individuelle Motivstruktur nicht als statischen, sondern dynamischen Zustand dar. Bei jedem Menschen sind nämlich die einzelnen Motive komplementär vorhanden.

Zum Beispiel besteht das Wissensmotiv aus dem Streben nach „Intellektualität“ auf der einen und „Pragmatismus“ auf der anderen Seite. Das heißt, ein Mensch mit einem starken Antrieb, „Neu“-gierig zu sein und Wissen zu sammeln, hat immer auch einen geringen Anteil der gegenteiligen Polarität, nämlich praktisch zu sein und nutzenorientiert zu denken und zu handeln.

Diese dynamische, "bipolare" Darstellung der individuellen Motiv- und Persönlichkeitsstruktur in der MSA erklärt und löst viele bisherige Widersprüche und Unklarheiten anderer Erklärungsmodelle.

Überblick: 18 Grundmotive

Hier die 18 Grundmotive mit den jeweils zwei Ausprägungen:

  1. Wissen
    - intellektuell: Freude am „Denken“ an sich, Wissen sammeln, „Neu“gierig sein, Dingen „auf den Grund gehen“
    - pragmatisch: “Praktisch sein", Anwendungsorientierung, zeitnahes „Jetzt-Machen“, nutzenorientiert denken und handeln

  2. Ehre / Moral
    - prinzipienorientiert: Kodexorientierung, Loyalität, moralische Integrität, Tradition, Werte und Normen schätzen und wahren
    - zweckorientiert: Zielorientierung, Loyalität nicht als Selbstzweck, situative Flexibilität wichtiger als Prinzipien

  3. Macht
    - führen: Einfluss ausüben, Führung und Verantwortung übernehmen, Leistung bringen, Kontrolle über Andere und Anderes haben wollen, Richtung bestimmen
    - geführt: Keine Macht ausüben, übernimmt ungern Verantwortung für Andere, Führung akzeptieren, kann sich gut ein- und unterordnen, dienstleistungsorientiert

  4. Status
    - elitär: Erfolg anstreben, „sich abheben“ bspw. durch Reichtum oder Titel, öffentliche Aufmerksamkeit und Ansehen suchen, Orientierung an Marken und Trends, fühlt sich der Elite zugehörig
    - bodenständig: auf Gleichheit bedacht, wenig Interesse an öffentlicher Wahrnehmung, legt wenig Wert auf Titel und den Besitz von Statussymbolen

  5. Ordnung
    - strukturiert: Wünscht sich Stabilität, Klarheit und Detailgenauigkeit bei Abläufen und Strukturen, hält definierte Prozesse ein; Konstanz wahren, Tendenz zur Pedanterie, pflegt Rituale
    - flexibel: Spontaneität schätzen, Regeln vermeiden oder umgehen, versucht aus Strukturen auszubrechen, Freiräume suchen und zulassen, Kreativität, kann Unordnung ertragen

  6. Materielle Sicherheit
    - festhalten: Sammelt Güter und häuft Besitz / Eigentum an, Materielles bewahren und erhalten, Geld zusammenhalten und sparen
    - großzügig: Kann sich leichter von Dingen trennen oder diese verleihen, wenig Interesse an Sammeln oder Sparen, hängt wenig an materiellen Dingen, Tendenz zur Verschwendung

  7. Freiheit
    - eigenständig: Selbstgenügsamkeit, emotionale Selbstbestimmung, Autarkie, sucht Unabhängigkeit
    - team-orientiert: Bindungen, Gemeinsamkeiten, sucht und schätzt emotionale Abhängigkeit und Unterstützung von anderen

  8. Beziehung
    - kontaktfreudig: sehr kommunikativ, Freundschaften suchen und pflegen, Freude, Humor, Geselligkeit schätzen
    - distanziert: Zurückgezogen, eher introvertiert, braucht Abstand, grenzt sich gerne ab, ernsthaft

  9. Hilfe/Fürsorge
    - fürsorglich: Streben, Andere zu unterstützen und selbstlos zu helfen
    - eigennützig: Fokussierung auf eigene Bedürfnisse und Ziele; Stärkeres Vertrauen in sich selbst als in andere

  10. Familie / Umfeld
    - fürsorglich: Aktives Familienleben schätzen, Fürsorglichkeit für Kinder bzw. das soziale Umfeld, intensive Zuwendung geben und annehmen können
    - partnerschaftlich: Eher auf Selbstverantwortung setzend, will nicht, dass Kinder/Mitarbeiter oder sein engeres Umfeld abhängig von ihm ist, möchte Verantwortung auch delegieren können

  11. Idealismus
    - idealistisch: soziale Gerechtigkeit und Fairness, zum Wohl Anderer handeln ohne eigenen Nutzen; sich für andere Interessengruppen einsetzen, „Sozialromantiker“, „Weltverbesserer“
    - realistisch: Jeder ist für sich verantwortlich, akzeptiert Gegebenheiten, akzeptiert, dass er nicht alleine die Welt verbessern kann; persönliche Nutzenoptimierung

  12. Anerkennung
    - sensibel: Sucht soziale Akzeptanz und Bestätigung durch Andere, Lob als Treibstoff, reagiert eher sensibel auf Kritik und empfindlich auf Widerspruch
    - selbstsicher: Kann Kritik aushalten, ist selbstbewusst, motiviert sich selbst, d.h. unabhängig vom Feedback Anderer

  13. Wettkampf / Leistung
    - kämpferisch: Konkurrenz suchen, wettkampforientiert, will kämpfen und gewinnen, sucht Vergeltung, will sich messen
    - ausgleichend: Konflikte vermeiden, Harmonie anstreben, Streit schlichten, sucht den Konsens

  14. Risiko / Stress
    - stress-robust :Belastbar, schätzt Herausforderungen, Mut zur Veränderung, Freude an Neuem, Risikobereitschaft
    - stress-empfindlich: Will Fehler und Veränderungen vermeiden; sucht Stabilität und Verlässlichkeit, liebt und pflegt die eigene Komfortzone

  15. Essen
    - genießerisch: Isst gerne viel und / oder gut; beschäftigt sich gerne mit „Essen“, Denken und Handeln ist oft auf Essen ausgerichtet
    - genügsam: „Essen“ als Nahrungsaufnahme, wenig genussorientiert, Essen um Hunger zu stillen

  16. Körperliche Aktivität
    - bewegungsfreudig: bewegt sich oft und gerne, hält sich gerne fit, betätigt sich oft sportlich
    - bequem :Meidet körperliche Betätigung, Bewegungsmuffel, wenig körperorientiert

  17. Sinnlichkeit
    - sinnlich: Genießt lustvolles Leben und Sexualität, Freude an Schönheit, Design, Kunst und Ästhetik
    - nüchtern: Betrachtet Sinnlichkeit nicht als Lebenselixier, schätzt Nüchternheit und Purismus

  18. Spiritualität 
    - sinnsuchend: Suche nach dem "Sinn erfüllenden" im Leben. Glaube an eine höhere (göttliche) Kraft 
    - rational: Leben im "Hier und jetzt", Vertrauen und Glaube an sich selbst; Orientierung an nachvollziehbaren Denkmodellen


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