Wie wirken sich Digitalisierung und Industrie auf die Arbeitswelt von morgen aus?

 

 

 

Im Juni lud die IHK zu Dortmund zu einer Informationsveranstaltung zum Thema  „Arbeitswelt 4.0.: Folgen der Digitalisierung und Industrie 4.0. auf die Arbeit von morgen“ ein. Viele Interessierte kamen zusammen, um sich über dieses Thema auszutauschen.

Die Digitalisierung ist in vollem Gange und verändert Märkte und Menschen. So hat zum Beispiel das Musikstreaming einen enormen Wandel durchlaufen. Einige Unternehmen haben bereits digitale Geschäftsmodelle für sich entdeckt und nutzen diese erfolgreich. Angebote wie Online-Lernen und Webinare weisen einen großen Aufwärtstrend auf, immer mehr nutzen digitale Lernangebote. Im Rahmen dieses Events standen folgende zwei Fragen im Fokus der Betrachtung: Wie ändert sich der Arbeitsmarkt und welche Kompetenzen müssen wie erworben werden?

Zunächst hielt Norbert Schuldt von der Materna GmbH einen Vortrag und erklärte die Grundzüge der Digitalisierung. Digitale Transformation meint einen in digitalen Technologien begründeten fortlaufenden Veränderungsprozess, der die gesamte Gesellschaft und insbesondere Unternehmen betrifft. Der Absatz von PCs, Smartphones und Tablets steigt stetig und die Digitalisierung verändert sowohl das Kundenverhalten als auch das Nutzungsverhalten. Wir übertragen unser Nutzerverhalten vom privaten Bereich in den Arbeitsalltag, das heißt wir sind stets digital, online und vernetzt.

Die Wirklogik der Digitalisierung lässt sich als ein Kreislauf beschreiben, in dem neue Technologien neue Angebote ermöglichen. Werden Digitalisierungsstrategien entwickelt, so müssen diese gemäß Schuldt das gesamte Unternehmen erfassen. Demzufolge erfordere die digitale Transformation als Prozess, welcher gleichzeitig einen kulturellen Wandel mit sich bringt, eine ganzheitliche Strategie. Der Referent gab abschließend den Tipp: „Beobachten Sie Ihren Wettbewerb und handeln Sie jetzt!“

Im zweiten Teil referierte Dr. Tobias Wienzek, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der TU Dortmund, zum Thema „Industrie 4.0.“. Wienzek betrachtet in seiner Forschung den Zusammenhang zwischen technologischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Verhältnissen sowie dem Technikeinsatz im Rahmen arbeitspolitischer Prozesse.

In Zukunft ist laut Dr. Wienzek mit einem Paradigmenwechsel in der Beziehung Mensch-Technik zu rechnen. Es ergeben sich weiterhin die Chance auf ortsunabhängige Arbeit und eine Neuorganisation der Arbeit. Auch in Bezug auf die erforderlichen Fähigkeiten und Kompetenzen werde sich einiges verändern, da die weitere Digitalisierung der industriellen Produktion zu veränderten Tätigkeits- und Qualifikationsanforderungen führe. Hier seien in Zukunft vermehrt IT-Kompetenz, Prozessverantwortung und theoretisch-analytisches Verständnis gefragt, so Wienzek.

Zuletzt diskutierten wir über verschiedene Automatisierungskonzepte. Ein komplementäres Automatisierungskonzept wäre für die Zukunft sehr wünschenswert. Bei diesem Konzept erfolgt eine Aufgabenteilung zwischen Mensch und Maschine, um das Gelingen eines zufriedenstellenden Gesamtsystems zu ermöglichen, in dem innerhalb eines gesetzten technologischen Rahmens weiterhin Platz für die Gestaltung von Arbeit ist. Voraussetzung dafür ist, dass man dieses Gesamtsystem auch ganzheitlich betrachtet.

Mir hat die Veranstaltung äußerst gut gefallen. Bei der Auswahl der Referenten wurde eine sehr gute Wahl getroffen. Ich würde es sehr begrüßen, wenn es in Zukunft weitere Vorträge und Diskussionsrunden zu diesem Thema gäbe.

 

 

 

 

 

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