Bericht: "Work or Play?! - Wie High-Energy-Teams spielerisch Höchstleistungen bringen"

Am 17.04.2019 haben wir den 3rd Wednesday im e-port-dortmund besucht, an dem uns ein interessanter Vortrag zum Thema "Work or Play?! - Wie High-Energy-Teams spielerisch Höchstleistungen bringen" und anschließendes Networking für Gründer erwartete.

Die Referentin, Gisela Rosendahl, ist Beraterin für Change-Management und Kommunikationsstrategie und widmete sich an diesem Abend den Fragen, was ein Höchstleistungsteam ausmacht und welche Arbeitsfunktionen und Rollen in einem Team vorhanden sein müssen, um zu einem High-Energy-Team zu werden.

Laut Gisela Rosendahl haben Forscher herausgefunden, dass sich sowohl in „schlechten“, in „guten“ als auch in „high-performance“-Teams interessanterweise Mitarbeiter mit sehr hohen fachlichen Qualifikationen befinden können. Ausschließlich an den Kompetenzen scheine es also nicht zu liegen, so Rosendahl, das einige Teams mit ihrer Leistung herausstechen. Woran liegt es aber dann?

Zunächst stellte die Referentin 12 Spieregeln vor, die in diesen High-Performance-Teams umgesetzt und gelebt würden. Wir stellen hier einmal die wichtigsten Leitlinien vor.

Die Spielregeln:
  • Kommunizieren: Diese Teams verfügen über eine klarere und aktivere Kommunikation. Sie üben sich in aktivem Zuhören und sichern ab, ob sie das Gegenüber wirklich richtig verstanden haben.
  • Wertschätzen: Die Mitglieder dieser Teams schätzen die Andersartigkeit und die damit einhergehenden unterschiedlichen Fähigkeiten der anderen Teammitglieder wert.
  • Ziele: Diese Teams verfolgen klare und gemeinsame Ziele. Jedes Teammitglied kennt diese Ziele.
  • Unterstützen: Die Teammitstreiter unterstützen sich gegenseitig und den anderen darin, dort performen zu können, wo dessen individuellen Stärken liegen.
  • Lächeln: Durch die eigene Zufriedenheit herrscht eine freundliche und positive Arbeitsatmosphäre in diesen Teams.

Frau Rosendahl zog die Schlussfolgerung, dass High-Performance-Teams ihre Teammitglieder dort einsetzen, wo deren individuellen Präferenzen liegen - den Pinguin also nicht in der Wüste, sondern im Wasser einsetzen - und jedes Mitglied von den anderen Teammitgliedern durch eine klarere Kommunikation und den wertschätzenden Umgang miteinander darin zu bestärken, seine Fähigkeiten auch wirklich dort einbringen zu können und zu wollen.

Höchstleistungsteams zeichnet zudem ein hohes Maß an Vielfalt und Verschiedenheit aus, das heißt die Teammitglieder verfügen über unterschiedliche Talente und berufliche Vorlieben, so dass mannigfaltige Aufgaben und Anforderungen erledigt bzw. bedient werden können.

Somit würden - gemäß der Referentin Gisela Rosendahl - in erfolgreichen Teams acht Tätigkeitbereiche abgedeckt, wobei jedes Teammitglied - je nach Persönlichkeit und Stärken -  wiederum drei dieser Tätigkeitsbereiche ausfüllen kann.

Das Spielfeld: „Das Team-Management-System“ (nach Dr. Charles Margerison und Dr. Dick McCann):
In High-Energy Teams gibt es acht Arbeitsfunktionen, die abgedeckt sein müssen, um erfolgreich zu sein: ein Mitglied sammelt Informationen und gibt diese im Team weiter (z.B. Marktforschung) (1), eine weitere entwickelt (2) daraus neue Ideen. Für diese Ideen muss anschließend im und außerhalb des Teams geworben werden (3). Im Prozess erfolgt dann das Testen und Entwickeln der Ideen auf Wirtschaftlichkeit und zur Produktionsreife (4). Dann organisiert eine Person die nächsten Schritte (5), welche dann umgesetzt (6) werden. Darüber hinaus ist es notwendig, dass jemand die Umsetzung und den wirtschaftlichen Erfolg überwacht (7), um sicherzustellen, dass alles wie geplant funktioniert. Schließlich muss es eine Person geben, welche die Standards, die Prozesse und das Team durch Unterstützungsleistungen stabilisiert und aufrechterhalten (8).

Die Spielfiguren
Laut Frau Rosendahl haben Studien ergeben, dass Personen mit ähnlichen Präferenzen auch ähnliche Arbeitsfunktionen bevorzugen. Wodurch notwendige Teamrollen bestimmt und den Arbeitsfunktionen zugeordnet werden konnten. Diese acht Teamrollen sind der Informierte Berater, der Kreative Innovator, der Entdeckende Promoter, der Auswählende Entwickler, der Zielstrebige Organisator, der Systematische Umsetzer, der Kontrollierende Überwacher und der Unterstützende Stabilisator. Jedes Teammitglied deckt in der Regel drei Teamrollen verstärkt ab.

Der Spielverlauf
Die Referentin greift in ihrem Vortrag weiterhin die Symbolik des Spiels auf und erläutert, dass für die konkrete Zusammenarbeit auch noch bedeutend sei, dass jeder einzelne Teammitstreiter bzw. jede einzelne Teammitstreiterin für sich reflektiert, WAS er bzw. sie gerne an Aufgaben übernehmen möchte und vor allem auch WIE diese ausgeübt werden sollen.

Übernehme ein Teammitglied beispielsweise gerne die Aufgabe der Ideenentwicklung, sei es wichtig zu wissen, ob dieses bevorzugt, diesbezüglich für sich allein zu arbeiten oder lieber ein Gegenüber zwecks Brainstorming und Inspiration um sich zu wissen.  

Aufschlussreich könne es darüber hinaus sein, einmal zu beobachten, welche Aufgaben am Ende der Woche häufig liegen bleiben und sich rechts auf unserem Schreibtisch stapeln - hier lägen sehr wahrscheinlich nicht die eigenen Arbeitspräferenzen bzw. Fähigkeiten, so Rosendahl. Ein Schmunzeln bei den Zuhörern zeigte, dass vermutlich jeder schon einmal einen solchen Stapel zum Ende einer Arbeitswoche hin auf dem Schreibtisch liegen hatte.

Der Spielablauf
Wichtig ist es also, Tätigkeiten mit Freude anzugehen und dabei auch den spielerischen Charakter nicht außer Acht zu lassen, denn dieser begünstige wiederum die Arbeitszufriedenheit und die Leichtigkeit bei der Aufgabe, so Gisela Rosendahl. Daher gibt die Referentin am Ende Ihres Vortrags noch ein paar Anregungen dazu, gewohnte Abläufe (wie z.B. Meetings oder Feedbackrunden) auch mal auf ungewohnte oder spielerische Weise anzugehen, wie z.B. ein Brainstorming für ein neues Projekt bei einer „Walk-the-Talk“-Runde um den Block zu besprechen, die sogenannte Walt-Disney-Methode zwecks Projektevaluation anzuwenden (dabei betrachten in einem Rollenspiel mehrere Person ein Problem aus drei verschiedenen Blickwinkeln) oder auch bei Teammitgliedern mit völlig unterschiedlichem Hintergrund eine Art Gebrauchsanweisung für die eigene Person auf witzige Art und Weise anzufertigen.  
 
Nach dem Vortrag konnten sich die Besucher der Veranstaltung noch bei einem kleinen Büffet austauschen und vernetzen. Um einmal in der Spielmetapher zu bleiben: Wir würden in jedem Fall auf die Tipps von Frau Rosendahl setzen, wenn es um die erfolgreiche Zusammenarbeit im Team geht und bedanken uns für den bereichernden Vortrag!

Link zur Veranstaltung:
https://www.tzdo.de/de/aktuelles/veranstaltungen/veranstaltungen/96-3rd-wednesday-im-eport-dortmund-work-or-play-%e2%80%93-wie-high-energy-teams-spielerisch-hoechstleistungen-bringen.htm

Gisela Rosendahl:
http://team-rosendahl.de/Startseite 

 

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