Webinarbericht: "Wie du mit der OKR-Methode deine Ziele umsetzt, ohne dich zu verzetteln" mit Maren Martschenko

 

Am 26.Januar hat uns Maren Martschenko (selbstständige Markenberaterin, Co-Founderin des Magnetprodukt-Clubs und OKR-Master bei den DigitalMediaWomen) vorgestellt, wie man sich anhand der OKR-Methode die richtigen Ziele setzt und diese auch tatsächlich umsetzt.

 
Ausgangsproblem:

Vermutlich kann sich niemand davon freisprechen, sich schon einmal Ziele gesetzt zu haben, diese dann aber von Woche zu Woche oder auch von Monat zu Monat immer weiter aufgeschoben zu haben (wie z.B. das Umstrukturieren der eigenen Website, das Finden neuer Kooperationspartner etc.). Besonders häufig passiert dies, wenn plötzlich andere Aufgaben oder auch der Alltag sich zwischen uns und unsere Ziele stellen. Auch bei der Referentin Maren Martschenko war dies der Fall. Etliche Zielsetzungs- und Aufgabenplanungsmethoden konnten keine Abhilfe verschaffen – bis sie auf die OKR-Methode stieß.

 

 

Die Hürden auf dem Weg zur Zielerreichung überwinden

Die Referentin sei deshalb so überzeugt von diesem Ansatz, da er in einem Werkzeug viele verschiedene Funktionen vereine:

„OKRs (=Objectives and Key Results) sind das Schweizer Taschenmesser, um dein Business auf die Straße zu kriegen.“ – Maren Martschenko

 
Dabei sind die einzelnen Schritte wie eine Pyramide aufgebaut:

  • Stufe 1: Werte (dauerhaft)
  • Stufe 2: Leitbild / Vision / Mission (3-5 Jahre)
  • Stufe 3: Magnetziele (1 Jahr)
  • Stufe 4: OKRs (3-4 Monate)
  • Stufen 5: Projektplanung (1 Projekt)
  • Stufe 6: Task / Aufgabe (1 To-Do)

 

Die Stufen 1-2 werden dabei der generellen Ausrichtung zugeschrieben, die Stufen 3-4 der Planung, Reflexion und Verbesserung und die Stufen 5-6 stehen für die tatsächliche Umsetzung der Ziele.

Ein Magnetziel ist hier als ein Jahresziel zu verstehen. Laut Maren Martschenko müssten diese aber nicht, wie man es vielleicht bereits kennt, SMART formuliert werden. Viel wichtiger sei es, dass sowohl die Zielformulierung als auch das Ziel selbst einen emotional berühren und man dadurch in Richtung dieses Ziels gezogen wird.

Beispiel: „Ich möchte in diesem Jahr einen Jahresumsatz von xy Euro durch Produkt/Dienstleistung xy erreichen.“

Besser: „Ich möchte ganzheitlich vital und fit sein, um die bestmögliche Energie in mein Business stecken zu können.“

Ein entscheidender Grund hierfür sei, dass sich emotionale Ziele viel enger mit unseren täglichen To-Dos verknüpft lassen, als dies ein reines Umsatzziel tun könnte.

 
Konkrete Ziele setzen

Die sogenannten Objectives (=Ziele) sind konkretere Zielformulierungen, um unser übergreifendes Jahresziel zu erreichen. Sie sind emotionalisiert und richtungsweisend, d.h. diese enthalten unser WARUM. (Bsp.: Jahresziel: „Die Zusammenarbeit mit meinen Kunden soll sich leicht und erfüllt anfühlen.“ Objective: „Ich möchte ein besseres Verständnis für meine Wunschkunden erlangen.“). Man sollte sich maximal 3 Objectives pro Quartal setzen.

Darauf aufbauend werden sogenannte Key Results festgelegt - erst diese sind handlungsleitend und messbar und bestimmen das WIE und das WAS der Zielsetzung (vergleichbar mit SMARTEN Zielen). Auch hier sollten zunächst maximal 3 Key Results für ein Objective formuliert werden.

Beispiel KR1: Ein Interview mit 10 Traumkund*innen über deren Herausforderungen und Wünsche führen.

Für die Key Results werden in vier aufeinander aufbauenden Stufen (1. Quick Win, 2. Minimalergebnis, 3. anspruchsvoll, 4. herausragend) ganz konkrete Schritte notiert, wie das Ziel erreicht werden kann.

Beispiel: Ein Interview mit 3/ 5 / 7 / 10 Traumkund*innen führen.

Aus diesen sehr konkreten Schritten können dann tägliche To-Dos für die Aufgabenliste abgeleitet werden (z.B. mit einem # für das jeweilige Objective für mehr Orientierung).


Reflexion ist the Key!

Das Besondere an der OKR-Methode sei zudem, so Maren Martschenko, dass in dieser ein regelmäßiger Reflexions-Zyklus enthalten ist, um den Ist-Zustand, die Zielerreichung und auch den Umgang mit der Methode stets aufs Neue zu betrachten.

Dies geschieht für die einzelnen Bestandteile in folgendem Rhythmus:

  • Leitbild: alle 3-5 Jahre
  • Magnetziel: jährlich
  • OKRs: wöchentlich (Wo stehe ich? Wie sollte ich die neue Woche ausrichten?)
  • OKR-Review: monatlich (Wo stehe ich? Was sind Blockaden, Lerneffekte, nächste Schritte? Wie zuversichtlich bin ich, meine Ziele in diesem Quartal (noch) zu erreichen?)
  • OKR-Retrospektive: alle 3-4 Monate (Wie komme ich mit der Methode zurecht? Wie groß ist der Unterschied zwischen Zielsetzung und Umsetzung? Was hat zu diesem Unterschied geführt? Was muss ich ggfs. anpassen?)

Tatsächlich sei diese Art der stetigen Selbstreflexion der eigenen Zielsetzung und Handlungen ein entscheidender Unterschied gegenüber anderen Methoden und der Grund für eine höhere Erfolgswahrscheinlichkeit, so die Referentin. Denn erst wenn wir uns kontinuierlich unseren Fortschritt, mögliche Blockaden und Verbesserungen bewusstmachen, können wir auch tatsächlich etwas daran ändern und somit unsere Ziele und Vorgehensweise bei Bedarf anpassen und verändern, bis wir am Ziel angekommen sind.

Gerade aus diesem Grund scheint die OKR-Methode auch in unseren Augen sehr alltagsfreundlich und realistisch in der Umsetzung zu sein.

Vielen herzlichen Dank für das übersichtliche, gut strukturierte und praxisnahe Webinar, Frau Martschenko!

Link:

https://www.eventbrite.de/e/wie-du-mit-der-okr-methode-deine-plane-umsetzt-ohne-dich-zu-verzetteln-tickets-220760008127

https://marenmartschenko.de/

 

 

 

Blog

Im Folgenden haben wir Ihnen Neuigkeiten, eigene Gedankengänge sowie Beobachtungen aus der Welt der Weiterbildung zusammengestellt.

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Resilienz und Emotionen

von Dirk Raguse am 27.07.2022

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