Webinarbericht: "Now What? Smart Choices & Considerations Once Your Training is Online"


Am 13. Mai haben wir am Webinar „Now What? Smart Choices & Considerations Once Your Training is Online“ des Training Magazine Network teilgenommen. Die Referenten Ellen Burns-Johnson und Ethan Edwards des amerikanischen Bildungsdienstleisters Allen Academy erläuterten in diesem Webinar Missverständnisse und gaben hilfreiche Tipps, um Online-Trainingsangebote effektiver zu gestalten.

Zunächst klärten uns die Referenten über die herrschenden Fehldeutungen der Bezeichnungen des Begriffs „Online-Training“ auf. Diese würden nämlich oft pauschal als E-Learning betitelt, obwohl die Inhalte und Gestaltung des Trainings darauf nicht zuträfen. Neben Webinaren und E-Learning gibt es nämlich auch „Virtual instructor led training“, kurz VILT (dt. Virtuelles dozentengeführtes Training“). Ein VILT ist interaktiver Online-Unterricht mit nur wenigen Teilnehmern. 

Der Referent regt zu Interaktionen und Übungsaufgaben an und fördert den gegenseitigen Informationsaustausch. Diese Form des Online-Trainings kommt dem traditionellen Klassenunterricht am nächsten. Weil es für den Dozenten schwieriger ist, im virtuellen Raum auf alle Teilnehmer einzugehen, sei es wichtig die Teilnehmerzahl auf ca. 12 Personen zu begrenzen. Webinare dagegen eignen sich für ein großes Publikum. Zwar ist es in Webinaren üblich, dass Teilnehmer Fragen stellen können, die Zeit dafür ist aber begrenzt und die Kommunikation findet einseitig, nämlich durch den Dozenten statt.  

E-Learning ist im Vergleich zu den erstgenannten Alternativen deutlich umfangreicher. Hierbei handele es sich um umfassende Kurse, die asynchron vom Nutzer abgerufen und abgeschlossen werden können. Sie bestehen außerdem aus mehreren Modulen und Hausaufgaben. Weiterbildungsangebote von Plattformen wie Coursera sind zum Beispiel E-Learning Angebote.

Die Entwicklung solcher Online-Kurse sei teurer und somit in Unternehmen schwieriger durchzusetzen. Vor allem bei kleinerer Nutzerzahl lohnen sich solche Angebote aufgrund der hohen Entwicklungskosten und -dauer kaum. Wer diesen Zeit- sowie Investitionsaufwand scheut,  sollte aber nicht einfach sein Lernmaterial in ganzer Fülle online stellen, sondern sich trotzdem auf die effektivsten Lernanteile fokussieren und gegebenenfalls Zusatzinformationen zum Download bereitstellen. 
In Präsenzschulungen entscheide letztendlich immer der Referent welche Lerninhalte er nun wirklich wichtig findet und der Klasse vermittle. Bei E-Learning-Kursen sei der Nutzer auf sich allein gestellt und nicht immer in der Lage dazu, relevanten von irrelevantem Inhalt zu unterscheiden. Bestehe also der Kurs aus einer Fülle von Dokumenten und anderen Lerninhalten, überfordere es den Nutzer und der Kurs würde so kaum Erfolg haben. 
 
Viele Webinar-Teilnehmer wollten wissen, wie lange es konkret dauere, seine Lerninhalte für die virtuelle Umgebung aufzubereiten. Der Dozent Ethan Edwards erläuterte, dass man für eine Stunde VILT  8 bis 15 Stunden Vorbereitungszeit rechnen könne.  Ein Seminar, das normalerweise zwei Präsenstage in Anspruch nimmt, sollte aber nicht eins zu eins in ein VILT übertragen werden. Da die Aufmerksamkeitsspanne der Teilnehmer virtuell begrenzter sei, empfahl Edwards in diesem Fall, die interaktiven Inhalte in mehreren zweistündigen VILTs zu vermitteln und jeweils einen Tag Pause zwischen den Sitzungen einzuplanen. Diese Pausen können auch sehr gut für Hausaufgaben genutzt werden. 
Die seitens der Teilnehmer eigenständige Bearbeitung von Aufgaben sei bei Online-Angeboten ohnehin bedeutender als bei Präsenzschulungen. In jedem Fall könne unter Zeitdruck auf einen hohen Qualitätsanspruch verzichtet werden. Das bedeute konkret, dass man seine Zeit lieber in effektive, interaktive Lernumgebungen stecken sollte, als die Texte seiner Lerninhalte stundenlang Korrektur zu lesen.

 

 

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